Am 30. Oktober 2008 endete auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof, dem Urvater aller modernen Verkehrsflughäfen, der Flugbetrieb. Infolge der dilettantischen
Politik des Berliner "arm-aber-sexy"-Senats, dem es an Konzepten und Visionen fehlt, dieses architektonische Meisterwerk zum Wohle seiner Stadt zu nutzen,
wird dieser einzigartige Flughafen mit seiner perfekten Lage künftig als Brachfläche mitten im Herzen der deutschen Hauptstadt seine Tage fristen.
Dank einer freundlichen Einladung zu einem Abschiedsflug mit der Ju 52 der Lufthansa hatte der Autor Gelegenheit,
an diesem denkwürdigen Tag vor Ort zu sein - auch wenn der eigentliche Höhepunkt, nämlich der Flug, dem - passend zum Anlaß - naßgrauen
Wetter zum Opfer fiel.
Endzeitstimmung: Ankündigung der letzten Flüge auf der Anzeigetafel.
Unpassenderweise wurde der Rückschritt für die Berliner Infrastruktur mit allerlei Pomp ...
... und dem heuchlerischen Motto "Danke, Tempelhof" begangen.
Am letzten Betriebstag flogen von Tempelhof aus verschiedene historische Flugzeuge, wie die DC-6 von Red Bull, ...
... während gleichzeitig die letzten Geschäftsreiseflugzeuge den Platz verließen.