Geschichte
Technik
Produktion
Einsatz
Archiv
Album
Literatur
Links
Publikationen
Impressum
Sitemap
Suche
English
Startseite >> Deutsch
MiG-21 - Flugzeug der Superlative

Das Jagdflugzeug Mikojan-Gurewitsch MiG-21 (russisch: МиГ-21, NATO-Codename Fishbed) ist:

  • das meistgebaute Kampfflugzeug nach dem zweiten Weltkrieg
  • das meistgebaute Überschallflugzeug
  • das mit 57 Produktionsjahren am längsten gebaute Kampfflugzeug
  • das meistverbreitete Kampfflugzeug und steht oder stand bei ca. 50 Luftwaffen auf vier Kontinenten im Einsatz
  • ein Flugzeug mit mehr als 20 Versionen in vier Generationen.

Noch heute gehören Hunderte MiG-21 und J-7 / F-7 (chinesische Varianten) zum Inventar der Luftstreitkräfte dieser Welt. Nicht zuletzt war die MiG-21 über mehr als 20 Jahre das wichtigste Kampfflugzeug der Luftstreitkräfte / Luftverteidigung der DDR, wo die Beschäftigung des Autors mit diesem Flugzeug ihren Anfang nahm.

 

MiG-21.de aktuell:
27. Mai 2021 Nachdem in vielen Bereichen der Politik die "Twitterisierung" um sich gegriffen hat, erreicht diese nun auch den militärischen Sektor. Nach dem Absturz der indischen MiG-21 in der letzten Woche haben Freunde und Angehörige des getöteten Piloten eine Kampagne unter dem Hashtag #EndMiG21 gestartet mit dem Ziel, die Außerdienststellung der verbliebenen MiG-21 zu erreichen. Auch wenn keine aussagekräftigen Zahlen zu den indischen MiG-21-Verlusten je Flugstunde vorliegen, was den Vergleich mit anderen Luftstreitkräften unmöglich macht, sollen zwei Zahlen zumindest eine grundlegende Bewertung erlauben. Vor Jahren hat die indische Website Bharat Rhakshak für die Verluste aller Typen der Indian Air Force in der Zeitspanne zwischen 1991 und 1998 den Wert 0.83 bis 1.07 pro 10.000 Flugstunden ermittelt. Demgegenüber gibt der Hersteller Lockheed Martin (gewiß nicht unparteiisch, aber sicher nachprüfpar) auf seiner Website für die F-16 der US Air Force von der Einführung bis Fiscal Year 2004 3.86 Verluste pro 100.000 Flugstunden (! die 10-fache Bezugsgröße) an. Damit liegen also die indischen Verluste beim 2.15- bis 2.77-fachen der amerikanischen. Und die indischen Zahlen beinhalten sämtliche zu diesem Zeitpunkt geflogenen Typen, also auch solche, die vermeintlich viel sicherer sind als die MiG-21. Es ist also nicht abwegig zu vermuten, daß das Problem nicht MiG-21 (die MiG-21 Bison der IAF sind zudem vergleichsweise neu und komplett modernisiert) heißt, sondern indische Fertigungsqualität, indische Wartung und indischer Flugbetrieb ...
21. Mai 2021 Heute endete mit einer Zeremonie auf dem Flugplatz Batajanica offiziell der Einsatz der MiG-21 bei den serbischen Luftstreitkräften (V i PVO). Nach dem Absturz der MiG-21UM 16185 am 26. September 2020 verfügte Serbien über keine einsatzfähige MiG-21 mehr, so daß die heutige Veranstaltung in Anwesenheit von Verteidigungsminister und Kommandeur der V i PVO lediglich eine Formalie war. 58 Jahre lang standen MiG-21 in Jugoslawien, Serbien und Montenegro bzw. Serbien im Einsatz und genauso lange operierten sie von Batajanica aus. Mit der Außerdienststellung in Serbien verbleiben Rumänien und Kroatien als letzte MiG-21-Nutzer in Europa.
Hier ein Rückblick auf die kurze, aber intensive Beschäftigung des Autors mit den serbischen MiG-21:
21. Mai 2021 Gestern stürzte eine MiG-21 Bison der Indian Air Force (IAF) in der Region Punjab ab. Der Flugzeugführer wurde dabei getötet. Dies ist der dritte Absturz einer indischen MiG-21 allein in diesem Jahr.
20. Mai 2021 Soeben meldet die kroatische Tageszeitung Jutarni List, daß sich Kroatien für die französische Dassault Rafale als Nachfolger für die MiG-21 entschieden habe. Die Entscheidung soll am Tag der Streitkräfte am 28. Mai verkündet werden. Bei einer Bestellung noch in diesem Jahr könnten die ersten Maschinen 2024 geliefert werden.
23. April 2021 Wie die Website der rumänischen Luftstreitkräfte vermeldet, ist am Dienstag, dem 20. April, gegen 14.30 Uhr eine MiG-21 LanceR C der Baza 71 Aeriană in Cāmpia Turzii während eines Trainingsflugs abgestürzt. Der Vorfall ereignete sich über unbewohntem Gebiet in der Nähe von Dedrad (Deutsch-Zepling) im Kreis Mureș. Der Pilot konnte sich mit dem Katapultsitz retten.
Nach noch unbestätigten Berichten handelt es sich bei der verunfallten Maschine um die 5917, hier bei der Flugvorbereitung während des Besuchs des Autors in Cāmpia Turzii im Jahre 2018:



28. März 2021 Neuer Beitrag 879 lebt - zumindest ein bißchen im Album.

... mehr im Archiv.