Das 100. Jubiläum der nationalen Luftfahrt feierte Rumänien u.a. mit einem Tag der offenen Tür bei der Flotila 71 Aeriană "General Emanoil Ionescu" in Câmpia Turzii am 18. Juli. Obwohl ausschließlich als Präsentation der Einheit für die örtliche Bevölkerung gedacht, geriet die Veranstaltung zu einer höchst eindrucksvollen Leistungsschau der Forţele Aeriene Române.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer rund halbstündigen Vorführung der lokalen Fliegerclubs, die bei ihren Einzel- und Formationsflügen offensichtlich versuchten, den Rasen zu mähen. Punkt 11 Uhr übernehmen dann die Platzherren. Ein Doppelsitzer MiG-21 LanceR B macht den Anfang mit simulierten Angriffen auf die lokale Radarstation, wo sich "Terroristen" verschanzt haben. Nachdem sich der Rauch verzogen hat, nähern sich sechs Hubschrauber vom Typ IAR 330. Aus einigen Maschinen seilen sich Soldaten einer Spezialeinheit ab, flankiert von den anderen Pumas, die das Gelände sichern. Im Hintergrund starten während dessen sechs MiG-21 LanceR der Versionen A (Jagdbomber) und C (Jäger). Gleichzeitig gehen die Elitesoldaten, unterstützt durch zwei heranrollende Humvees. Tausende Schuß Übungsmunition werden aus den Kalaschnikows der Infanteristen und den Maschinengewehren auf den Kampfahrzeugen abgefeuert, während sich die Spezialeinheit der "besetzten" Radarstation nähert. Die "Terroristen" schießen zurück. MiG-21 fliegen Luftnahunterstützung und machen dabei reichlich Gebrauch von ihren Störkörperwerfern. Rauch zieht über die Szenerie, die Luft riecht nach Schießpulver. Schließlich ist es vollbracht: die Terroristen werden unschädlich gemacht, die Radarstation eingenommen. Die sechs Pumas fliegen in Formation davon, um sich wenig später minutenlang in der Standschwebe vor dem begeisterten Publikum aufzureihen. Kaum haben sie gegenüber des Hallenvorfelds aufgesetzt, schießt die Sechserformation der MiG-21 heran, um sich über den Zuschauer aufzulösen. Gleichzeitig startet nochmals ein MiG-21-Doppelsitzer zu einer Solovorführung. Jedesmal, wenn er sich von den Zuschauern entfernt, überfliegen die anderen MiG-21 zu dritt, zu zweit und schließlich einzeln den Platz, bevor sie - angeführt von dem Doppelsitzer, der im Manöverkunstflug sehr schnell seinen Kraftstoffvorrat verbraucht hat - einzeln zur Landung ansetzen. Nacheinander rollen die Maschinen vor das Publikum, reihen sich dort mit laufendem Triebwerk auf, das schließlich auf Kommando abgestellt wird.



















Ein kurzes Video der Veranstaltung ist auf Youtube abrufbar.
Der Autor dankt seinem Freund Oberstleutnant Laurenţiu Chiriţă für die vielfältige Unterstützung bei der Organisation des Besuchs und Hauptmann Vlad Cosmin für die Betreuung vor Ort.